12. Dezember 2018

St. Ottilien um 1910

St. Ottilien1910
Der Wallfahrtsort St. Ottilien oberhalb des Freiburger Stadtteiles Ebnet um 1910. Foto: Archiv Dreisamtäler

Unsere heutige Ansicht ist eine Ansichtskarte, die 1914 nach Baden-Baden verschickt wurde. Sie zeigt den Wallfahrtsort St. Ottilien oberhalb des Freiburger Stadtteiles Ebnet um 1910. Bereits 679 stand dort eine Kapelle.

Der Ort verdankt seinen Namen der blind geborenen Odilia die um 660 als Tochter des Herzogs Attich im Elsass geboren wurde und während der Taufe im Kloster Niedermünster ihr Augenlicht wiedererlangte.

Die heutige Kapelle wurde im Jahr 1503 erbaut. Nach einer weitestgehenden Zerstörung während der Belagerung Freiburgs im Jahr 1713 wurde sie 1714 neu aufgebaut und nach Westen vergrößert, wobei auch die Quelle, deren radonhaltiges Wasser angeblich bei Augen-, Ohren- und Kopferkrankungen helfen soll in die Kapelle integriert wurde. Heute präsentiert sich das Innere des Gotteshauses mit wertvollen Fresken und einer 2007 in Dresden erbauten Orgel.

Zum Ensemble von St. Ottilien zählt seit 500 Jahren auch eine beliebte Ausflugsgaststätte.
Das aktuelle Foto ist eine Drohnenaufnahme vom Ebneter Niklas Batsch. Sie zeigt das Ensemble von Süden her.

St. Ottilien 2018
St. Ottilien 2018. Foto: Niklas Batsch